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26.02.2009

"Nano" aus Thüringen erobert die Märkte

Branchencluster Mikro- und Nanotechnologien plant Messeteilnahmen weltweit / Branchenkonferenz in Erfurt

Erfurt - Sie arbeiten mit kleinsten Einheiten, haben aber große Ziele für 2009: Die Thüringer Unternehmer aus dem Bereich Mikro- und Nanotechnik stellen sich neu auf und werden ihre Kompetenzen auf Veranstaltungen weltweit darstellen - von Stuttgart bis Nürnberg und von Frankreich bis Japan. "Mikro- und Nanotechnik Thüringen" (MNT) - so heißt der Branchencluster künftig, und auf einer Konferenz am Donnerstag, 26. Februar 2009, in den Räumen der IHK Erfurt diskutierten Unternehmer, Forscher und Politiker die Zukunftsaussichten des Wirtschaftszweiges. Teilnehmer an der Tagung waren Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz, Erfurts IHK-Vizepräsidentin Esther Richter, Prof. Thomas Geßner, Leiter des Zentrums für Mikrotechnologien an der TU Chemnitz und Leiter der Fraunhofer-Einrichtung für elektronische Nanosysteme ENAS in Chemnitz sowie Dr. Arnulf Wulff, Abteilungsleiter der LEG Thüringen, die im Rahmen des Technologiemanagements die Neuausrichtung des Branchennetzwerkes unterstützt hat.

Aus Sicht von Wirtschaftsminister Reinholz hat die Branche gerade in Thüringen enorme Wachstumspotentiale. "Mikro/Nano ist eine hochinnovative Querschnittstechnologie, die in praktisch allen Industriezweigen zum Einsatz kommt", sagte der Minister. Allein in Thüringen sind rund 700 Unternehmen zumindest teilweise in diesem Bereich aktiv. Das Land unterstützt die Branche durch seine Technologie- und Messeförderung ebenso wie durch den Ausbau einer leistungsfähigen Forschungsinfrastruktur. So sind in Thüringen allein drei Universitäten und Fachhochschulen, elf weitere Forschungseinrichtungen sowie mehrere Netzwerke auf dem Gebiet der Mikro- und Nanotechnologien tätig.

Das Cluster MNT ist aus dem Netzwerk "Mikrotechnik Thüringen" MTT hervorgegangen. Die Mikrotechnik befasst sich mit Verfahren und Materialien, die größenmäßig die sprichwörtliche "Haaresbreite" schon deutlich unterschreiten: Der Mikrobereich bewegt sich ungefähr im Segment von bis zu einem Tausendstel Millimeter. Zuletzt ist der Zuschnitt in Forschung und Ferti-gung nochmals erheblich verkleinert worden: Inzwischen sind Technologien gang und gäbe, in denen im Nanobereich gearbeitet wird - von der Größenordnung her geht es dabei um Millionstel von Millimetern. "Das wirtschaftliche Potential dieses Sektors ist nicht zu unterschätzen. Wichtige Industriebereiche wie Automobilbau, Chemie und Pharma, Informationstechnik oder Optik profitieren von der Erschließung des Nanokosmos", macht Esther Richter auf die Bedeutung der Branche aufmerksam. "Thüringer Firmen gehören nicht zuletzt in der Nanotechnologie zu den Spitzenreitern, so dass wir mit der Umbenennung unseres Clusters die Bedeutung dieser Zukunftstechnologie herausstreichen wollen", ergänzt Dr. Knuth Baumgärtel, Vorstand des umfirmierten MNT.

Schwerpunkte für die kommenden Monate sieht der MNT-Vorstand in den Bereichen Fachkräftegewinnung und Marketing. Eine Weichenstellung zur Sicherung des Bedarfs an qualifizierten Arbeitnehmern sieht der Verband im jüngst erfolgten Spatenstich zum Kompetenzzentrum für Hochtechnologie und Solarwirtschaft am Standort "Erfurt-Südost". Der Verband MNT kooperiert mit dem Träger des Zentrums, mit dem Bildungszentrum für berufsbezogene Aus- und Weiterbildung gGmbH (BWAW). Auf seiner Internetplattform FasiMit beleuchtet der Verband Fragen zur Bildung im Wirtschaftszweig Mikro- und Nanotechnologien. Mit den verstärkten Marketingaktivitäten sollen Kompetenzen und Potentiale der rund 30 Mitgliedsunternehmen dargestellt werden. Der Fokus liegt dabei auf Messeteilnahmen. So ist MNT im März auf der "Medtec" in Stuttgart und im April auf der "Hannover Messe" vertreten. Auch die "Sensor und Test" im Mai in Nürn-berg sowie die "Micro Machine / MEMS" im Juli in Tokio stehen auf der Agenda. Für Herbst 2010 ist zudem eine Präsentation auf der "Micronora" im französischen Besancon geplant. "Unsere Mitgliedsunternehmen sind global aufgestellt, und wir wollen weltweit Partnerschaften eingehen", sagt Dr. Baumgärtel.

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