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13.07.2018

CATL baut Gigafactory für Batterien in Thüringen

Großer Erfolg für den Investitionsstandort Thüringen: Der chinesische Batteriehersteller Contemporary Amperex Technology Ltd. (CATL), einer der führenden Autobatteriehersteller weltweit, errichtet in Arnstadt südlich der Landeshauptstadt Erfurt sein erstes Werk außerhalb Chinas.

Robin Zeng, CEO von CATL, und Wolfgang Tiefensee, Thüringer Wirtschaftsminister, bei der Unterschrift der Projektvereinbarung im Bundeskanzleramt
Robin Zeng, CEO von CATL, und Wolfgang Tiefensee, Thüringer Wirtschaftsminister, bei der Unterschrift der Projektvereinbarung im Bundeskanzleramt, Bild: Bundesregierung / Jesco Denzel
Vertreter von CATL, dem Thüringer Wirtschaftsministerium und der LEG Thüringen
Vertreter von CATL, dem Thüringer Wirtschaftsministerium und der LEG Thüringen, Bild: TMWWDG / Christoph Petras
Robin Zeng/CATL, Wolfgang Tiefensee/Wirtschaftsminister und Dr. Arnulf Wulff/LEG Thüringen bei der Vorstellung des Projektes in der Thüringer Landesvertretung in Berlin.
Robin Zeng/CATL, Wolfgang Tiefensee/Wirtschaftsminister und Dr. Arnulf Wulff/LEG Thüringen bei der Vorstellung des Projektes in der Thüringer Landesvertretung in Berlin. Bild: LEG Thüringen
Hauptsitz von CATL in Ningde, China
Hauptsitz von CATL in Ningde, China, Bild: CATL
Zellproduktion in China
Zellproduktion in China, Bild: CATL

Bis 2022 investiert CATL 240 Millionen Euro und schafft 600 neue Arbeitsplätze. Der Schwerpunkt des Werkes mit einer Kapazität von 14 Gigawattstunden wird auf der automatisierten Produktion und intelligenten Herstellung von Batterien liegen. Neben der Produktion werden auch Forschung und Entwicklung, Qualitätskontrolle und hochwertige Dienstleistungen eine große Rolle spielen.

Die zentrale Lage Thüringens, die gute Infrastruktur am Standort, der Investorenservice, Know-how und Wissen durch die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte und die vielfältigen Forschungskapazitäten gehören zu den Trümpfen, welche CATL überzeugten und am Ende den Ausschlag im harten weltweiten Standortwettbewerb gaben. „Diese bedeutende Investitionsentscheidung katapultiert unser Bundesland mindestens in die europäische Liga, denn hier entsteht der erste europäische Produktionsstandort für Batteriezellen überhaupt“, erläuterte Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee, der eigens in China die Investitionsverhandlungen mit geführt hatte, bei der Unterzeichnung der Projektvereinbarung Anfang Juli im Bundeskanzleramt in Berlin. „Wir freuen uns, dass ein Weltmarktführer wie CATL auf Thüringen setzt, um das weitere Wachstum seiner Batterie- und Produktionstechnologie von hier aus voranzutreiben.“ Die Ansiedlung erfolgt auf dem Industriegebiet „Erfurter Kreuz“, welches die LEG seit 2005 erfolgreich entwickelt. Die Landesgesellschaft unterstützte tatkräftig das Ansiedlungsprojekt und ist mit ihrem kompetenten Investorenservice maßgeblich an der positiven Investitionsentscheidung beteiligt.

Über Contemporary Amperex Technology Ltd.

Contemporary Amperex Technology Ltd. (CATL) wurde 2011 gegründet und 2018 an der Börse notiert. Das Unternehmen entwickelt und produziert Lithium-Ionen-Batterien, Batteriesysteme für die Elektromobilität und Energiespeicherlösungen. Das Kerngeschäft der Firma umfasst auch Batteriemanagementsysteme sowie Batterierecycling und -wiederverwendung. Mit einem jährlichen Lieferumfang von 12GWh im 2017 ist CATL die Nummer eins der weltweiten Automobilbatteriebranche.

Ende 2017 beschäftigte CATL etwa 23 Prozent der Mitarbeiter und damit 3425 Personen in Bereich Forschung und Entwicklung. CATL hat Niederlassungen in Schanghai, Jiangsu, Qinghai und Foshan. Auslandsniederlassungen sind in München, Paris sowie in Japan und in den USA. Weitere Informationen unter www.catlbattery.com.

Interview mit Dr. Arnulf Wulff, Prokurist und Abteilungsleiter, LEG Thüringen

Mit dem Bau einer Batteriezellenfabrik durch den chinesischen Investor ist der LEG Thüringen ja ein großer Coup gelungen.

Ja, damit wurde der Startschuss für eine der bedeutendsten ausländischen Investitionsprojekte der vergangenen zehn Jahre in Thüringen vollzogen. Es ist gleichzeitig auch ein Ergebnis unserer engagierten Arbeit der letzten Monate, um sich im zunehmenden nationalen und internationalen Standortwettbewerb zu behaupten. Die eigentliche Arbeit zur schrittweisen Umsetzung beginnt erst jetzt.

Ist der Wirtschaftsstandort Thüringen für ausländische Investoren in den letzten Jahren interessanter geworden?

In den letzten Jahren hat sich der Anteil ausländischer Investoren, insbesondere aus den Hightech-Branchen, die sich im Freistaat engagieren wollen, kontinuierlich erhöht und beträgt jetzt über 50 %. Damit wurde ein Höchststand erreicht; dies beweist gleichzeitig die zunehmende Attraktivität des Wirtschafts- und Technologiestandortes Thüringen.

Wo sehen Sie die Gründe für diese Entwicklung Thüringens zum Hotspot für Investoren?

Einerseits besitzt Thüringen neben seiner exzellenten Lage in Deutschland und Europa sowie modernster Infrastruktur, eine breit gefächerte Branchenstruktur, qualifizierte Arbeitskräfte, renommierte Hochschul- und Wissenschaftseinrichtungen und bietet eine hohe Lebensqualität. Eine große Rolle spielt besonders die Verfügbarkeit attraktiver Industrieflächen, die auch den anspruchsvollsten Anforderungen gerecht werden.

Andererseits bietet die LEG Thüringen als Full-Service-Agentur passfähige Dienstleistungen für Investoren, von Wirtschafts- und Branchenanalysen, konkreten Standortangeboten bis hin zu Finanzierungs- und Förderpaketen, Behördenmanagement und Vermittlung von Thüringer Kooperations- bzw. F+E-Partnern. Gleichzeitig stellt die LEG Thüringen bestens geeignete Industriestandorte zur Verfügung, alles unter einem Dach!

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