Es ist die erste bemannte Mond-Mission seit 1972, die am 1. April startete. Drei Männer und eine Frau hoben mit einer Trägerrakete ab, um den Mond zu umrunden und zehn Tage lang sowohl Navigation, als auch Kommunikation und Lebenserhaltung unter realen Bedingungen zu testen. Dies wäre nicht möglich ohne die herausragende Technologie aus Thüringen. Ein zentraler Bestandteil zur erfolgreichen Navigation – der sogenannte Sternensensor – stammt aus Jena. Der Sensor basiert auf hochpräziser Optik und Bildverarbeitung und ermöglicht eine zuverlässige Orientierung selbst unter extremen Bedingungen im All. Die Erkennung von Sternbildern ermöglicht dabei die exakte Ausrichtung der Raumkapsel. Im Hause des Unternehmens Jena-Optronik, das den Sternensensor entwickelt und produziert, konnte Ministerpräsident Mario Voigt den Start live auf dem Bildschirm miterleben und betonte: „Unsere Ingenieurinnen und Ingenieure leisten Spitzenarbeit, die weltweit und nun auch direkt von der NASA gefragt ist.“
Das Artemis Programm ist damit nicht nur ein wissenschaftliches Großprojekt, sondern auch ein Impulsgeber für den Wirtschafts und Technologiestandort Thüringen. Die enge Verzahnung von Forschungseinrichtungen und innovativen Mittelständlern stärkt die internationale Sichtbarkeit, schafft hochwertige Arbeitsplätze und öffnet neue Märkte – von Raumfahrtanwendungen bis hin zu terrestrischen Spin offs. Thüringen zeigt: Spitzenkompetenz aus der Region kann Mondgeschichte mitgestalten.
Mit dem Artemis Programm treibt die NASA gemeinsam mit internationalen Partnern die nachhaltige Rückkehr des Menschen zum Mond voran. Die jüngsten Meilensteine – vom erfolgreichen Test der Schwerlastrakete SLS über Fortschritte am Raumschiff Orion bis hin zum Aufbau der Mondraumstation Gateway – markieren den Übergang von der Erprobung zur operativen Phase. Europas Beitrag über die ESA ist dabei zentral – und damit auch die Beteiligung deutscher und thüringischer Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette.
